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Innehalten im Stadtgottesacker

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Leicht ist bei unserem Spaziergang durch Halles Parks der zentrumsnahe Stadtgottesacker zu erreichen. Von Kardinal Albrecht 1529 unmittelbar außerhalb der damaligen Stadtmauer angelegt, wuchs die Stadt Halle allmählich um den Stadtgottesacker, sodass dieser Friedhof mit seinem alten Baumbestand inzwischen eine kleine grüne Oase im Stadtbild darstellt.

Nur wenige Meter von der Fußgängerzone entfernt hinter dem Leipziger Turm befindet sich der Zugang zum ummauerten Gelände durch einen Torturm. Die Friedhofsanlage aus der Renaissancezeit ist einzigartig und inzwischen nach umfänglichen Restaurierungsarbeiten auch wieder vorzeigbar. Berühmte Hallenser fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Einige Gruften mit schönen Schwibbögen werden jetzt für Urnenbeisetzungen genutzt.

Nördlich des Stadtgottesackers war 1721 eine weitere Begräbnisstätte für Arme und Soldaten, später dann eine weitere westlich davon eingerichtet worden. Diese Flächen sind inzwischen eingeebnet, aber als Park erhalten. Der ummauerte Friedhof mit seinen mächtigen Bäumen und den alten Grabmälern lädt zur  Besinnung und Entspannung ein. Fern ist der eigentlich sehr nahe Stadtlärm.

Man kann dem Gesang der Vögel lauschen oder das Treiben der zahlreichen Feuerwanzen beobachten oder sich von den Namen berühmter Hallenser, die hier ihre letzte Ruhestätte fanden, inspirieren lassen.

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Über den Autor

Hans J. Ferenz ist freier Autor. Er schreibt über wissenschaftliche und kulturelle Ereignisse für Print- und Internetmedien.

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