Werbung

Porto Alegre – Das andere Ende Brasiliens

0

porto0Ursprünglich war der Trip nach Porto Alegre zum Achtelfinale gegen Algerien nicht eingeplant, da der Flug mit 4500 km von Salvador aus schlicht zu lang und zu teuer erschien. Kat.3 Karten hatten wir freilich vorsorglich gekauft, jedoch eher aus einer Laune heraus. Wir hatten nicht mit der brasilianischen Gastfreundschaft gerechnet! Cristian, der Pilot, mit dem wir bei unserem ersten Inlandsflug Bekanntschaft machen dürften, lud uns kurzerhand ein, sein Haus während unseres Aufenthalts in Porto Alegre zu bewohnen. Er selbst wäre sowieso immer bei seiner Freundin. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen und so war der Flug dann schnell gebucht.

porto3Das Abenteuer nahm in Porto Alegre angekommen schnell seinen Lauf, da es zum einen sehr viel kühler war, als erwartet, und da wir zum anderen zwar eine Adresse hatten, der Taxifahrer diese aber nicht wirklich kannte. Da aber jede Ansammlung von Häusern mit Stacheldraht und Stromzäunen gesichert ist und rund um die Uhr bewacht wird, konnten wir uns schnell durchfragen und kamen wohlbehalten in Cristians Haus an. Kurze Zeit später war dann auch unser Gastgeber zugegen und klärte mit uns den Ablauf der kommenden Tage.

Nach einer kurzen Nacht trafen wir uns frühzeitig vor dem Achtelfinale und unser Host führte uns durch die Stadt und zeigte uns die schönsten Plätze und besten Bierstände. Ziemlich europäisch, um nicht zu sagen deutsch, in Porto Alegre!

porto1porto5Endlich im Stadion angekommen nahm das Fiasko seinen Lauf. Wir saßen mitten unter Brasilianern, die anfänglich noch für Deutschland wetterten, aber schon nach kurzer Zeit umfielen und der deutschen Leistung Tribut zollten, indem sie lauthals „Algerie!“ unterstützten. Danke Manuel Neuer, dass Du uns in die Verlängerung gebracht hast! Wir hingegen waren also ziemlich genervt und umso größer war die Erleichterung, als nach dem 2:0 in der Verlängerung endlich alles entschieden war. Dem konnte auch das 2:1 kurz vor Schluss nichts mehr anhaben.

porto2Nach dem Spiel führte uns Christian mit seiner Freundin in seine Lieblingsbar, wo wir von allen Seiten mit Lob überschüttet wurden, sogar Fernseh-Interviews geben mussten, als hätten wir auf dem Platz gestanden. Großartig, diese Brasilianer!
Einige Bier-Tower später ging es dann doch Richtung Heimat, nur erinnern kann sich da keiner mehr so richtig dran…

porto7Die Katerstimmung am nächsten Tag wurde schnell durch einen Besuch in Porto Alegres bestem Restaurant, der Churrasceria „Nabrazza“ beendet. 15 Sorten Fleisch, all you can eat, am Spieß direkt an den Tisch serviert. Selten habe ich opulenter gegessen. Prädikat: „Muss man gehabt haben!“
Anschließend noch ein bißchen Sight-Seeing, natürlich mehr Fussball und brasilianische Gastfreunschaft inklusive der regionalen Gepflogenheit zusammen Mate-Tee, genannt „Chimarrão“ zu trinken. Danke Junior!

porto8Kurz vor unserem Abflug haben wir am letzten Tag dann noch ein typisch deutsches Restaurant, den Ratskeller im deutschen Viertel von Porto Alegre besucht. Super-Gastfreundschaft auch hier! Natürlich wurden wir mit unseren deutschen Kappen sofort identifiziert und von der Chefin des Hauses erst mit Abschiedgeschenk wieder gehen gelassen.

Fazit: Danke Cristian für die Super-Gastfreundschaft. Porto Alegre muss man einfach gesehen haben! Wir kommen gerne wieder!

Über den Autor

Sven Roloff - WirkWerk.com ★ 2005 nach Halle gekommen und hängen geblieben. ★ Studierter Informationswirt (Darmstadt), sowie Master of Arts in Multimedia & Authorship (Halle). ★ Gründete 2007 die TYPO3 Internetagentur WirkWerk MultiMedia ★ Seit 2010 Kind & Kegel in Halle, der eben schöneren Stadt! ★ Weitere Engagements: filmnetz.org, Antipreneur

Hinterlassen Sie einen Kommentar